TPBlog#4 – Wie entsteht eigentlich Freude und Lust auf Leistung?

TPBlog#3 – Qualität vor Quantität
10. Oktober 2017

Wenn Freude und Lust an Leistung vorhanden sind, also freiwillige und selbst gewollte Leistungsbereitschaft, so haben wir ein Potential zur Verfügung, dem keine Grenzen gesetzt sind.

 

Wie oder wodurch entsteht aber nun diese freiwillige und vom eigenen Willen durchdrungene Bereitschaft?

 

Sie gedeiht in einem speziellen Umfeld mit einigen unumgänglichen Parametern.

 

Beginnen wir mit einer Grundlage:

 

Eine Grundlage ist die Arbeitsstimmung im Team. Wir sollten also wissen, was diese Potentialentfaltung möglich macht und was sie verhindert.

 

In einer vergifteten Stimmungslage kann dieses Potential sich nicht entfalten.

 

Was ist eine vergiftete Stimmungslage?

 

Ist die Stimmung gereizt, genervt, angstbesetzt, enttäuscht, aggressiv, unkollegial, im Konkurrenzmodus, distanziert, missgünstig, vorwurfsvoll, anklagend, misstrauisch oder gierig, so kann sich die Freude an der Leistung nicht entfalten.  

In solch einem Umfeld kann man nur noch mit Druck mittelmäßige bis schlechte Ergebnisse erzielen.

Freiwilligkeit und Freude wird man hier vergeblich suchen.

 

Weitere KO-Punkte sind zu viele kleinliche Kontrollen, unklare Ziele, Lügen, sinnlose Arbeiten, ungerechtfertigte Kritik, hierarchische Machtspiele, Intrigen, Teamwerte die man nicht teilt oder eine unangenehme Arbeitsumgebung.

 

Du siehst, es gibt also eine Menge Möglichkeiten, die Arbeitswelt freudlos und lustlos zu gestalten.

Wem es danach gelüstet, der hat hier das Rezept.  

 

Nun wollen wir sehen, wie es geht.   

 

Um Freude und Lust an Leistung zu haben brauchen wir also eine völlig andere Stimmung im Team.

 

Eine perfekte Grundstimmung ist eine humorvolle Stimmung.

Dieses bedeutet nun nicht, sich permanent Witze zu erzählen, sondern es ist eine Humorform gemeint, die freudvolle Nähe schafft, die es ermöglicht, miteinander zu lachen und nicht übereinander. Diese Form von Humor verbindet und schafft ein heiteres Klima. Sie grenzt nicht aus, sondern integriert. Sie behandelt Schwächen nicht böswillig, sondern verständnisvoll aber eben mit Humor.

Machen wir mal ein kleines Beispiel:

Jemand tritt dir auf die Füße ohne es zu bemerken.

 

Variante 1: Du pflaumst die Person an und sagst ihr, sie solle gefälligst aufpassen.

 

Variante 2. Du fragst die Person, ob sie gern dort stehen würde, wo du gerade stehst, dann wäre sie etwas näher bei ihren Füßen.

 

Du erkennst glaube ich, Variante 1. erzeugt eine aggressive Stimmung und Variante 2. regt zum Schmunzeln an.

Außerdem ist Variante 2. oft eine Grundlage für weitere Kommunikation in humorvoller Stimmung und erzeugt somit Kontakt und Interaktion. Also die Grundbedingungen für Teamarbeit.

 

Und Teamarbeit hat wiederum den riesigen Vorteil so etwas wie Schwarmintelligenz nutzen zu können. Also nicht einer weiß viel, sondern viele wissen einiges. Hier wird mit Synergie gearbeitet. Dinge ergänzen sich und sind sehr oft sehr viel mehr, als die Summe der Einzelteile.

 

In solch einem Klima gedeihen Dinge wie Kreativität, gute Laune, Wertschätzung, Anerkennung, Respekt, Glaubwürdigkeit, Offenheit, Klarheit, Dialog, Ehrlichkeit und vieles mehr.

 

In solch einem Klima kann es einem geschehen, dass man fröhlich und gut gelaunt zur Arbeit kommt und die Zeit wie im Fluge vergeht.

 

Die Allerwichtigste Zutat zu all diesem ist „Vertrauen“.

Ohne Vertrauen entsteht kein kreatives Team in dem mit Freude herausragende Ergebnisse zu erwarten sind.

Und zwar zu recht.

Ohne dieses Vertrauen möchte ich nicht arbeiten.  

 

Vertrauen entsteht durch offene und ehrliche Kommunikation, durch Transparenz, durch Einklang von reden und handeln, durch Fairness und Respekt, durch Anerkennung für geleistetes, durch Einhalten gegebener Versprechen aber auch durch Kompetenz und dem Ahnden von Vertrauensbrüchen.

 

Es ist also eine, wenn nicht die Aufgabe einer Führungskraft, für ein Umfeld zu sorgen, in dem diese Stimmung vorherrscht.

 

Führen hat also in erster Linie mit den Menschen zu tun. Die Sachprobleme sollen dann ja im Team gelöst werden.

 

Führen ist also eine Charaktereigenschaft und wenn diese vorhanden ist, ist alles Andere erlernbar.

 

Also, achte gut darauf, in welches Team du dich begibst.

 

Über gehirngerechtes Lernen aus neurowissenschaftlicher Sicht gibt es übrigens hier zum Beispiel alle wichtigen Grundlagen.

 

Euer Frank Klose.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.